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Baurichtlinien Bezau

Die Marktgemeinde Bezau will gewachsene Kulturlandschaft erhalten und weiterentwickeln. Die weitere Siedlungsentwicklung erfolgt innerhalb der im REK festgelegten Siedlungsgrenzen, wohingegen in Bereichen von außerhalb befindlichen Streulagen über die Bestandsregelung hinaus keine weiteren baulichen Erweiterungen erfolgen sollen. Im Sinne eines haushälterischen Umganges mit Grund und Boden und der Vermeidung von unnötigem Verbrauch landwirtschaftlicher Flächen wird eine verdichtete Bebauungsstruktur angestrebt.

Wesentliche Grundsätze für die Bearbeitung sind:
- Die selbstbestimmte Steuerung der baukulturellen Entwicklung durch die Marktgemeinde Bezau. Diese Entwicklung dient dem Gemeinwohl, soll rechtliche Sicherheit für die Entscheidungsträger, die Grundstücksbesitzer und die Bürger der Gemeinde bieten.
- Die Einhaltung der Grundsätze Verhältnismäßigkeit, Schlüssigkeit, Nachvollziehbarkeit, Objektivität, Gleichheitsgrundsatz, Unparteilichkeit, Sachverstand und Transparenz.
- Die Erreichung eines schönen Ortsbildes, d.h. die gebaute Umwelt von Bezau soll als etwas Zusammenhängendes und Besonderes, in Balance zwischen Komplexität und Schlichtheit Liegendes erkennbar und wahrgenommen werden.

Es ist von grundlegender Bedeutung, dass die Ablesbarkeit des Ortsbildes durch die Erhaltung ortsbildprägender Ensembles und erhaltenswerter Bausubstanz gesichert bleibt. Als Maßnahmen hierfür gelten die Berücksichtigung des Ortsbildes und dörflichen Charakters im Rahmen von baulichen Investitionen, der Erhalt der vorhandenen historischen Bausubstanz, die Einbindung von Neu- und Umbauten in die bestehende Baustruktur, ortsangepasste Baumassenentwicklung und die Formulierung von ortsbaulichen Vorgaben und Bebauungskriterien.

Für die Erstellung der Baurichtlinien Bezau wurde eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Gemeinde eingerichtet. Dieser Arbeitsgruppe gehörten in alphabetischer Reihenfolge Vizebgm. Ing. Johannes Batlogg, DI Ralph Broger, GR Dr. Markus Fink, Peter Greber, Jodok Hiller, DI Anja Innauer, Ing. Albert Kaufmann, GR Ing. Hubert Kaufmann, Stefan Meusburger, DI Erich Reiner und BGM Gerhard Steurer an. Diese haben den fachlichen Begleiter Markus Berchtold-Domig, Ph.D., heimaten - Innovation und Identität, in der Erstellung der Leitlinien unterstützt. Die Bauleitlinien werden von den Unterausschüssen „Bauausschuss“ und „Flächenwidmungsausschuss“ einstimmig getragen.

Ebenso wurden diese bei der letzten Gemeindevertretungssitzung vorgestellt und als Arbeitsgrundlage gut geheißen.

Die fachliche Bestandserhebung zur Erstellung der Gestaltungsleitlinien erfolgte im Winter und Frühling 2018, ergänzt durch eine Ortsbegehung im Mai 2018 und die Erhebung ausgewählter Baugenehmigungen der letzten 10 Jahre.

In den nächsten Jahren sollen die  Baurichtlinien in vorliegender Form erprobt, Erfahrungen gesammelt und Ergänzungen entsprechend eingearbeitet werden.

Die Baurichtlinien liegen im Marktgemeindeamt auf und können auch hier heruntergeladen werden.